Da von seiten der Hochschulen kein neues Angebot vorgelegt wurde, hat die Tarifkommission die Verhandlungen mit der Arbeitgeberseite wie angekündigt vorerst ausgesetzt. Den genauen Wortlaut könnt Ihr im aktuellen Tarif-Info nachlesen.
Die Aktionsgruppe macht mit ihren Vorbereitungen für eine breite Kampagne weiter Fortschritte, hat sich aber aufgrund der Prüfungszeit und den folgenden vorlesungsfreien Wochen dazu entschlossen, vorerst keine festen Termine mehr zu vereinbaren. Das heißt natürlich nicht, daß es nichts mehr zu tun gäbe! Wer mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen, sich zu melden (Kontakt: <tarif@tvstud.de>)!
Die Planungen für öffentlichkeitswirksame Aktionen sind nun in die Phase der Konkretisierung übergegangen. Die Aktionsgruppe freut sich besonders über den Zustrom an Aktiven gegenüber dem Auftakttreffen!
Die Gruppe trifft sich erneut schon nächste Woche, diesmal eine Stunde früher.
Die Verhandlungen zum Tarifvertrag für die 6.000 studentischen Beschäftigten stehen kurz
vor dem Scheitern! In der zweiten Verhandlungsrunde am 14. Juni haben sich die Hochschulen
in den entscheidenden Punkten kein bisschen bewegt: die Vertragsdauer soll ihrer Ansicht
nicht tariflich geregelt werden, die 40-Stunden-Regelung in eine Soll-Bestimmung aufgeweicht
werden und eine Kopplung an die Lohnentwicklung bei den hauptberuflichen Beschäftigten
wurde weiter strikt abgelehnt!
Angeboten wurde lediglich eine Anhebung des Stundenlohns auf 11,24 €; allerdings
gehen die Hochschulen dabei davon aus, dass das Weihnachtsgeld darin dann bereits enthalten ist!
Die Tarifkommission hat anschließend beraten und beschlossen, dass weitere Verhandlungen nur Sinn machen, wenn die Hochschulen bereit sind, über eine schrittweise Anpassung des Stundensatzes zu verhandeln. Das war auch einer der Punkte, die in der Befragung der studentischen Beschäftigten als besonders wichtig bewertet wurden.
Zur Verdeutlichung:
Seit 2001 (!) ist der jetzige Stundensatz von 10,98 € unverändert! Zuvor gab es eine
dynamische Anpassung an die Gehaltsentwicklung der hauptberuflich Beschäftigten.
Die wurde gestrichen. 2004 haben die Hochschulen das „Weihnachtsgeld“ ersatzlos gestrichen.
Das jetzige „Angebot“ von 11,24 € bedeutet auf die letzten zehn Jahre Stillstand
umgerechnet eine Lohnerhöhung von 2,6 ¢ pro Jahr!
Ein besseres Ergebnis werden wir nicht am Verhandlungstisch erzielen! Das geht nur durch eure Aktivität und euren Druck! Freiwillig geben die Hochschulen nichts.
Kommt deshalb zum Aktionstreffen am Dienstag, 21. Juni um 16:00 Uhr in die TU Berlin, Raum H 1001b (TU Hauptgebäude, Straße des 17. Juni 135, Büro des Personalrats der studentischen Beschäftigten)!
(Tarifinfo zum Herunterladen)
Am 2. Mai 2011 hat eine erste Verhandlungsrunde zum Tarifvertrag für studentische Beschäftigte der Berliner Hochschulen stattgefunden.
Unsere Forderungen waren unverändert:
Die Verhandlungsführer der Universitäten und Hochschulen haben uns ein erstes Angebot für einen neuen Tarifvertrag vorgelegt, in dem einige der Errungenschaften wieder eingeschränkt werden sollen und zusätzlich kaum etwas verbessert wird:
Da die Lebenshaltungskosten im Rahmen der üblichen Inflation jedes Jahr steigen und zusätzlich ein Nebenberuf (oder mehrere) das Studium, gerade in der neuen Studienstruktur sehr erschwert, sehen wir mit diesem Angebot die guten Arbeitsbedingungen in Gefahr. Wir haben deshalb die Vertreter/innen der Hochschulen aufgefordert, zum nächsten Verhandlungstermin am 14. Juni 2011 ein deutlich besseres Angebot vorzulegen.
Gegenüber den hauptberuflich Beschäftigten werden wir als studentische Beschäftigte viel weniger als Gruppe von ArbeitnehmerInnen wahrgenommen. Die meisten sind nur 2 bis 4 Jahre beschäftigt, arbeiten nicht jeden Tag, sind nur mit wenigen anderen studentischen Beschäftigten in Kontakt und bisher auch nicht in Gewerkschaften organisiert. Das heißt, wir haben gegenüber den Hochschulleitungen eine schwache Verhandlungsposition, was diese vermutlich wissen und ausnutzen. Nur gemeinsam können wir das ändern!
Das entsprechende Tarif-Info gibt es auch als Print-Version zum Weiterverteilen.
Der TV Stud II regelt die Arbeitsbedingungen für die ca. 6.000 studentischen Beschäftigten der Berliner Hochschulen. Dazu gehören u. a. der Stundenlohn von 10,98 €, die Mindeststundenzahl an den Universitäten von 40 Stunden im Monat, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, die Kündigungsfristen, Freistellungsmöglichkeiten und vieles mehr.
Nach wie vor gibt es nur in Berlin einen Tarifvertrag für die Gruppe der studentischen Beschäftigten an Hochschulen. Er ist von den Gewerkschaften ver.di und GEW BERLIN abgeschlossen worden (mehr dazu hier).
Der Berliner Tarifvertrag für studentische Beschäftigte ist zuletzt im Jahr 2003 verhandelt und geändert worden – damals noch mit dem Arbeitgeberverband VAdÖD, in dem die Berliner Hochschulen Mitglieder waren. Durch den darauf folgenden Austritt der Hochschulen aus diesem Arbeitgeberverband ist eine rechtlich unsichere Situation entstanden. Der Tarifvertrag galt nicht mehr unmittelbar und zwingend. Darüber hinaus hat sich die Hochschul- und Tariflandschaft seit 2003 grundlegend verändert. Das betrifft vor allem:
Diese Änderungen sind in den Regelungen des TVStud II bisher nicht berücksichtigt. Da wird z. B. an vielen Stellen noch auf den alten BAT (Bundesangestellten-Tarifvertrag) Bezug genommen, der inzwischen abgelöst wurde. Der Übergang vom Bachelor- zum Masterstudium ist nicht adäquat im TVStud II geregelt. Aktuell endet das Arbeitsverhältnis mit Ablauf des Semesters, in dem die Abschlussprüfung abgelegt wurde.
Seit 2001 ist der jetzige Stundenlohn von 10,98 € nicht erhöht worden. Im Jahr 2004 haben die Hochschulen das „Weihnachtsgeld“ für studentische Beschäftigte gestrichen.
Es ist daher höchste Zeit, dass der Tarifvertrag aktualisiert wird. Die Gewerkschaften GEW BERLIN und ver.di haben mit den Hochschulen vereinbart, dass in diesem Jahr Tarifverhandlungen aufgenommen werden. Dazu haben wir eine gewerkschaftliche Tarifkommission gebildet, die aus 15 studentischen Beschäftigten aus HU, FU, TU und ASH besteht – alle Mitglieder in GEW oder ver.di.
Die Tarifkommission hat für die Verhandlungen konkrete Vorschläge zur Änderung des TVStud II erarbeitet. Die entscheidenden Forderungen sind die Geltung eines einheitlichen Tarifvertrages für die studentischen Beschäftigten in allen Berliner Hochschulen, die Wiedereinführung eines Weihnachtsgeldes und die Erhöhung des Stundenlohns entsprechend der Gehaltsentwicklung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst.
Am 18. März 2011 hat ein Tarifgespräch mit den Vertreterinnen und Vertretern der Berliner Hochschulen stattgefunden. Dort wurde uns bereits signalisiert, dass es kaum finanzielle Spielräume gäbe. Ohne Druck werden wir nicht erfolgreich sein! Für den 2. Mai 2011 ist eine erste offizielle Verhandlungsrunde verabredet.
Die GEW/ver.di-Tarifkommission kann diese Verhandlungen nicht ohne den Rückhalt der studentischen Beschäftigten führen. Wir wollen wissen, was Euch besonders wichtig ist und für welche Forderungen Ihr Euch selbst persönlich mit einsetzen würdet. Deshalb bitten wir Euch, an der Umfrage zur Verbesserung des TVStud II teilzunehmen und uns bis 18. April 2011 zu antworten. Das Online-Formular könnt Ihr hier ausfüllen und an uns absenden.
Ohne Eure Meinung und ohne Eure Unterstützung geht es nicht! Nur mit Euch gemeinsam können wir gute Ergebnisse erreichen. Vielen Dank!